ReFood geht einen weiteren konsequenten Schritt in Richtung nachhaltiger Logistik: So wird das Unternehmen die erste Testflotte von 30 biodieselfähigen Lkw für die tägliche Sammlung von Speiseresten in Betrieb nehmen. Weitere 80 Kofferfahrzeuge sowie fünf Zugmaschinen werden in 2026 in Betrieb genommen. Damit werden künftig rund 25 Prozent der deutschen ReFood-Flotte mit 100 % Biodiesel (B100) betrieben – Tendenz steigend.

Im Gegensatz zum herkömmlichen Diesel, dem in Deutschland aktuell rund sieben Prozent Biodiesel beigemischt werden, sind diese Fahrzeuge vollständig für den Betrieb mit reinem Biodiesel ausgelegt. Betankt werden sie mit dem von ReFood selbst produzierten Biodiesel aus Sternberg. Biodiesel ist klimafreundlich und entspricht allen europäischen Qualitätsparametern.

Erste Standorte umgestellt

Die ReFood Tochtergesellschaft RVM Logistik begann bereits in 2020 B100 zu tanken und betreibt mittlerweile 12 Tankauflieger, die im Fernverkehr unterwegs sind, mit B100. Für die neuen Lkw wurden die betriebseigenen Tankstellen an den Standorten Paderborn und Hüttenfeld auf Biodiesel umgestellt. Der Standort Kogel wird als nächster folgen. In Paderborn wurden zudem die ersten neuen biodieselfähigen Lkws ausgeliefert. Ein Fahrer berichtet: „Ich bin sehr zufrieden. Es funktioniert alles genauso wie vorher – sowohl beim Fahren als auch beim Tanken. Für mich hat sich im Alltag nichts geändert.“

Biodiesel im Kreislaufmodell

Mit einer effizienten Logistik wird der in Sternberg hergestellte Biodiesel ins System der Betriebstankstellen geliefert. Wären künftig alle Fahrzeuge der Unternehmensgruppe, also auch der zugehörigen Firmen REMONDIS und Rhenus in Deutschland biodieselfähig, könnte die gesamte Biodiesel-Produktionsmenge aus Sternberg innerhalb der eigenen Gruppe verbraucht werden. Ein echtes Kreislaufmodell statt nur theoretischer Nachhaltigkeit.

Strategischer Impuls

Die Umstellung auf biodieselfähige Fahrzeuge ist innerhalb der SARIA-Gruppe ein wichtiges Thema. Strategisches Ziel ist es, die eigenen Ressourcen aus organischen Reststoffen noch konsequenter im Sinne einer geschlossenen Wertschöpfungskette zu nutzen und fossile Kraftstoffe Schritt für Schritt zu ersetzen. Mit der Testflotte nimmt ReFood innerhalb der Unternehmensgruppe eine Vorreiterrolle ein und setzt ein klares Signal für mehr Klimaschutz in der Logistik.