Der Entsorgungsdienstleister ReFood stärkt seine Präsenz in der Region Mitteldeutschland mit der Eröffnung eines neuen Produktionsstandortes in Zörbig. Nachdem die Kapazitäten am bisherigen Standort in Landsberg/Schwerz ausgelastet waren, wurden nach 13 Monaten Bauzeit die neue Umschlagshalle sowie das eingeschossige Verwaltungsgebäude im Gewerbepark Zörbig-Großzöberitz offiziell eingeweiht.

Gemeinsam mit rund 100 Gästen und im Beisein von Norbert Rethmann (Ehrenaufsichtsratsvorsitzender der RETHMANN-Gruppe), Staatssekretärin Stefanie Pötzsch, Landrat Andy Grabner und Bürgermeister Matthias Egert eröffnet ReFood den neuen Standort – mehr als 75 Mitarbeitende werden dort zukünftig tätig sein.

„Nach dem erfreulichen Wachstum in den letzten 15 Jahren am Standort Landsberg/Schwerz legen wir nun mit diesem neuen Betrieb die Basis, um zukünftig noch flexibler unsere Dienstleistung für die Kunden hier in der Region zu erbringen. “, erklärt Markus Seidler, Geschäftsführer von ReFood.

V.l.n.r.: Marius Böttger (ReFood-Geschäftsführer), Norbert Rethmann (Ehrenaufsichtsratsvorsitzender der RETHMANN-Gruppe), Andy Grabner (Landrat), Matthias Egert (Bürgermeister), Markus Seidler (ReFood-Geschäftsführer), Stefanie Pötzsch (Staatssekretärin), Felix Grehm (ReFood-Bereichsleiter), Jan Ortmann (ReFood-Bereichsleiter)

Staatssekretärin Stefanie Pötzsch, Landrat Andy Grabner und Bürgermeister Matthias Egert zeigten sich erfreut über eine weitere Unternehmensansiedlung in dem Gewerbepark und dass es gelungen ist, dem wachsenden Unternehmen einen guten, erweiterten Standort in der Region zu bieten, der Arbeitsplätze schafft und langfristige Nachhaltigkeitsperspektiven bringt. Norbert Rethmann betonte in seiner Ansprache: „Die Nutzung organischer Reststoffe zur Gewinnung erneuerbarer Energie verdeutlicht, wie eng ökologische Verantwortung und ökonomische Zukunftsperspektiven zusammenhängen. Unsere neue Niederlassung steht dabei für unser klares Engagement in Kreislaufwirtschaft und regionaler Wertschöpfung.“

Seit über 40 Jahren bietet ReFood Kunden aus Gastronomie, Hotellerie und Einzelhandel deutschlandweit einen umfassenden Service für die gesetzeskonforme und hygienische Abholung von Lebensmittelresten sowie gebrauchten Speisefetten. Von Zörbig aus startet die ReFood-Fahrzeugflotte ihre Tagestouren in die wirtschaftsstarken Regionen Halle/Leipzig, um volle Behälter gegen leere, hygienisch gereinigte ReFood-Tonnen zu tauschen.

Als zertifiziertes Entsorgungsunternehmen garantiert ReFood die lückenlose Rückverfolgbarkeit der gesammelten Lebensmittelreste sowie deren klimaschonende Verwertung in Biogasanlagen. Aus den Reststoffen entsteht neben landwirtschaftlichen Düngemitteln auch erneuerbare Energie in Form von Ökostrom, Wärme und Biogas – genug, um damit jeden zweiten Einwohner einer Großstadt wie Magdeburg zu versorgen. Aus den gesammelten Speisefetten stellt ReFood zudem nachhaltige Biokraftstoffe her. Insgesamt erzielt das Unternehmen durch die Verwertung von Lebensmittelresten und Altfetten eine jährliche CO₂-Einsparung von rund 185.000 Tonnen.

Jahrtausendealte Gräber beim Bau entdeckt

Eine Besonderheit bei dem Bau der neuen ReFood-Niederlassung war die Entdeckung von jahrtausendealten Gräbern und mittelalterlichen Funden. Archäologen hatten bei den Bauarbeiten zwei mindestens 3.000 Jahre alte Gräber und die Überreste einer früheren Siedlung entdeckt. Einzelne Fundstücke stammen aus der späten Bronze- oder frühen Eisenzeit, vor etwa 3.200 bis 2.600 Jahren. Die Siedlung in dem heutigen Gewerbepark wurde vermutlich im 14./15. Jahrhundert aufgegeben.